Gemeinderatssitzung Oktober 2025

Öffentliche Sitzung des Gemeinderates Train am 16.10.2025 im Sitzungssaal des Zehentstadls

Wappen Train Teaser

Ein Antrag auf Vorbescheid lag dem Gemeinderat in seiner Oktobersitzung eingangs zur Behandlung vor. Der Antragsteller erhofft sich damit Klarheit bzgl. mehrerer Befreiungen, u. a. zur Baukörperstellung. Die Gemeinderatsmitglieder sahen bei den vorliegenden Planungen die Nachbarn beeinträchtigt. Da keine Nachbarbeteiligung erfolgt ist, wurde das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt.

Anschließend wurden zwei Vergaben aus der letzten Sitzung bekanntgegeben: Der Auftrag für den Rückbau der Grundwassermessstellen Teil C bei der Deponie Sankt Johann wurde zum Angebotspreis von 15.065,40 € brutto an den wirtschaftlichsten Bieter, die Firma BaugrundSüd, Gesellschaft für Geothermie mbH aus Bad Wurzach vergeben. Die Freianlagen im Gewerbegebiet „Ziegelstadl“ in St. Johann werden gemäß der Vergabeempfehlung des Ingenieurbüros Komplan vom wirtschaftlichsten Bieter, der Firma Gartencenter Fröschl aus Neustadt a. d. Donau zum Angebotspreis von 124.525,31 € brutto ausgeführt. Der Auftrag bzgl. der Ausgleichsflächen im Gewerbegebiet „Ziegelstadl“ in St. Johann wurde gemäß der Vergabeempfehlung des Ingenieurbüros Komplan zum Angebotspreis von 134.026,19 € brutto an den wirtschaftlichsten Bieter, die Firma SeGa Garten- und Landschaftsbau aus Buch am Erlbach vergeben.

Das neue Mähgerät UNA 500 für den Bauhof in Train wird zum Angebotspreis von 54.500,- € netto beim wirtschaftlichsten Bieter, der Carl Beutlhauser Kommunal- und Fördertechnik GmbH & Co. KG in Hagelstadt erworben. Folgende Informationen hatte Bürgermeister Zeitler dann noch für die Anwesenden:

Die Gemeinde Train wurde wieder beim Klimafonds der Energie Südbayern mit der Höchstsumme von 3.280,- € für die Straßenbeleuchtung in Mallmersdorf berücksichtigt. Die Straßenlampen werden am 22.10.2025 zurückgebaut, die neuen Lampen werden dann bald darauf montiert.

Auch für 2026 gibt es wieder die Möglichkeit, einen Antrag für das ILE Regionalbudget zu stellen. 2025 wurde die Gemeinde hier großzügig beim Bau des Freizeitplatzes mit Tischtennisplatte und Basketballkorb unterstützt.

Die Arbeiten bei der Kanalsanierung der KEH 3 verlaufen nach Plan. Es hat sich allerdings gezeigt, dass teilweise noch ein zweiter Kanal verläuft, an dem ebenfalls Schäden vorhanden sind. Es ist deshalb mit zusätzlichen Sanierungskosten von ca. 6.000,- bis 7.000,- € zu rechnen.

Mit dem Hochwasserschutz Abens ist ein neues Projekt ins Leben gerufen worden. Die Gemeinden der ILE Hallertau Mitte, der ILE ABeNS sowie die Gemeinde Rudelzhausen und der Markt Au i. d. Hallertau haben sich hierbei zusammengeschlossen, um bei Starkregen gerüstet zu sein. Die für die Studie anfallenden Kosten in Höhe von ca. 195.000,- € werden zu 75 % vom ALE gefördert. Der verbleibende Betrag wird anteilig nach Flächen auf die teilnehmenden Gemeinden aufgeteilt. Auf die Gemeinde Train entfallen demnach Kosten von ca. 1.600,- €

Kommunale Wärmeplanung der Gemeinde Train:

Bereits am 11.04.2025 hatte die Hopfenveredlung St. Johann einen Förderantrag an das BAFA zur Umsetzung der Machbarkeitsstudie für die Fernwärmeleitung im Bereich „Am Reham“ in St. Johann gestellt. Bis September war hierzu keine Rückmeldung erfolgt. Am 25.09. ging dann letztendlich ein Schreiben mit mehreren Rückfragen ein, was aber durchaus als positiv gewertet werden kann. Die Fragen werden derzeit von der Hopfenveredlung bearbeitet und beantwortet.

Der Tag der Offenen Tür im Bauhof und in der Kläranlage war ein voller Erfolg. Die vielen Besucher waren beeindruckt, wie gut der Trainer Bauhof aufgestellt und ausgerüstet ist. Auch die sanierte Kläranlage interessierte die Anwesenden sehr.

Am 8. März 2026 finden die Kommunalwahlen statt.

Bürgermeister Zeitler erklärte, dass er sich nächstes Jahr, also im Mai 2026, 30 Jahre für seine Heimatgemeinde, die ihm sehr am Herzen liegt, eingesetzt habe. Die letzten 24 Jahre hatte er als Bürgermeister die Verantwortung für die Gemeinde. Das habe er immer sehr gerne und mit vollem Einsatz gemacht.

Die Gemeinde Train stehe derzeit bestens da und die Weichen für die Zukunft seien gestellt. Sein Ziel war es immer, die Gemeinde voranzubringen und für die Zukunft zu rüsten. Das Allgemeinwohl stand für ihn immer an erster Stelle.Er habe für sich nun entschieden, dass er am 1. Mai 2026 die Verantwortung wieder zurückgeben werde, er werde sich somit als Bürgermeister nicht mehr zur Verfügung stellen.

Diese Entscheidung habe er sich ni ht leicht gemacht und es falle ihm auch schwer. Aber die Vorfälle in letzter Zeit mit mehreren Dienstaufsichtsbeschwerden und Anfeindungen aus den Reihen des CSU-UW-Gemeinderates hätten ihm seine Entscheidung erleichtert, erklärte Bürgermeister Zeitler. Die wichtigsten Baumaßnahmen sind bis 2030 geplant und vorbereitet und er werde sich auch in den verbleibenden sechs Monaten weiterhin wie gewohnt voll für die Gemeinde einsetzen. Zum Schluss bedankte er sich bei den Trainer Bürgern für das Vertrauen, das sie ihm 24 Jahre entgegengebracht haben. Ein sichtlich bewegter Bürgermeister Zeitler schloss seine Ausführungen mit den Worten: „Ich war immer gerne euer Bürgermeister.“

Gemeinderat Georg Niesl sagte dazu:

„Wir als UL-Fraktion bedauern sehr, dass du als Bürgermeister auf eine erneute Kandidatur verzichtest. Die Unterstützung unserer Fraktion und unseres Vereins wären dir sicher gewesen. Aber wir verstehen natürlich diese Entscheidung, vor allem, wenn man betrachtet, wie die CSU-Fraktion in den letzten sechs Jahren gegen dich gearbeitet hat. Ein paar Highlights in den 24 Jahren Amtszeit waren der Bau des Zehentstadls, die Renovierung und Erweiterung der Schule, die Renovierung des Kindergartens, der Bau der Kinderkrippe, die Erweiterung des sehr gut aufgestellten Bauhofs, verschiedenste Straßensanierungen, der Bau von Regenrückhaltebecken und Vieles mehr. Und dazu: Die Rücklagen wurden in dieser Zeit mehr als verdoppelt.

Auch die Gründung der Musikschule, die Einführung des Ferienprogramms, das Kreativforum und der Martinimarkt sind besondere Aktionen in deiner Amtszeit. Die UL-Fraktion hat dich in all den Jahren immer unterstützt. Nur durch deine gute Arbeit und die hervorragende Fraktionszusammenarbeit konnte dies alles umgesetzt werden, da du ja von diesen 24 Jahren 18 Jahre keine Mehrheit hattest. Es bleibt zu wünschen, dass künftig die Gemeinde und nicht der Kampf gegen den Bürgermeister im Vordergrund steht. Viele Gemeinde zeigen, dass Zusammenarbeit bei gutem Willen möglich ist. Es geht nicht um die Macht einer Partei, sondern darum, die Gemeinde gemeinsam für unsere Bürgerinnen und Bürger weiterzuentwickeln.“

Gemeinderat Stephan Schmidt ergänzte: „Du warst zudem zwölf Jahre Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft und hast auch hier Vorbildliches geleistet. Auch dafür gilt unsere höchste Anerkennung.“