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Theaterfreunde Train/St. Johann

Im Rahmen des Agenda 21 Prozesses, initiiert durch den Arbeitskreis "Kunst und Kultur", hatte sich 1999 eine Laienspielgruppe gegründet.
Theaterfreunde Train/St. Johann

Der Gockelkriag war ein riesiger Erfolg

"Der Gockelkraig" hiess das erste Stück der Theaterfreunde Train St. Johann, das
in vielen Proben und durch viel Studium der Spieler den Schauspielern in Herz und Seele überging. Viel Freude bereiteten dadurch die Theaterfreunde in den Leuten
in der Gemeinde. Es schien, als hätten die Gemeindebürger seit zwölf Jahren nach solch einem Ereignis gelechtzt. Über 800 Zuschauer zählte der Verein, der ja erst seit November besteht, in seinen ersten vier Aufführungen. Das ist schon ein grosser Erfolg für den etwa 40 Mitglieder grossen Verein. Nun wird wieder ein Jahr Pause sein, und man darf gespannt auf das nächste Stück der Truppe sein, die es natürlich auch versteht zu feiern.

 

Die Theaterfreunde Train/St. Johann

Das sei der erste Verein der Gemeinde, der sich in seiner Satzung zum Ziel die Förderung der Kultur gesetzt habe, sagte Trains Bürgermeister Max Decker auf der Gründungsversammlung des Trainer Theatervereins. 40 Gründungsmitglieder stellten den Verein "Theaterfreunde Train/St.Johann e.V." auf die Beine und wählten nach Verabschiedung der von Richard Limmer entworfenen Satzung Jürgen Hofstetter einstimmig zum Vorstand des neuen Vereins. Angelika Wittmann, die als Regisseurin bereits am ersten Theaterauftritt der spielbegeisterten Mitglieder arbeitet, wurde ebenso einstimmig zur Stellvertreterin von Hofstetter bestimmt. Tanja La Cognata übernahm die Position des Schriftführers während Cornelia Reitinger sich als Kassierin zur Verfügung stellte. Die Vorstandschaft vervollständigt Carmen Hofstetter, die das Amt des Jugendleiters annahm. Sie bedankte sich für die eingegangenen Spenden in Höhe von 1100 Mark zum Kindertheater, für das bereits die Proben laufen. "Die Kinder sollen Freude am Theaterspielen haben und die Auftritte einem sozialen Zweck dienen" nannte sie als Ziel der Jugendarbeit. Anton Schretzlmeier, Josef Zimmerer, Christian Ernst und Oskar Schöttl versprachen sich um den Bühnenaufbau in der Trainer Mehrzweckhalle zu kümmern. Schretzlmeier legte für die Kulisse bereits die zeichnerischen Pläne vor. Alfred Summerer stellte daraufhin seinen Schuppen als Lagerraum für die entstehende Bühne zur Verfügung. Als unabdingbares Kriterium für eine Aufnahme in den Verein setzt die beschlossene Satzung eine aktive Mitarbeit des Mitgliedes fest. "Unser Verein kann seine Aufgaben und Ziele besser realisieren, wenn alle mitarbeiten", sagte Vorstand Hofstetter dazu. Die Satzung der Theaterfreunde liess die Erhebung eines Beitrages offen, dennoch befürwortete eine knappe Mehrheit der Mitglieder die Einführung eines Jahresbeitrages in Höhe von 10 Mark. "Eine finanzielle Anlaufunterstützung durch die Gemeinde komme in der nächsten Gemeinderatssitzung auf die Tagesordnung", kündigte Bürgermeister Decker an. Er bezeichnete die spontane Gründung des Vereins als historisches Datum für die Gemeinde. Bereits nach dem zweiten Weltkrieg, einer Zeit, in der die Trainer Bürger wirklich arm waren, wurde in St. Johann erfolgreich Theater gespielt. Damals vor 50 Jahren standen richtig ernste Stücke wie der "Wildschütz Jennerwein" oder "Am Grabhügel der Mutter" auf dem Programm, erzählte Johann Schmidleitner, der schon damals mitspielte. Er erinnerte sich noch gut daran, dass im Publikum geweint wurde, als er das Lied "Wenn du noch eine Mutter hast" sang.

 

Initiative durch den Agenda 21 Arbeitskreis

Aufgrund eines Aufrufes des Agenda 21 Arbeitskreises "Kunst und Kultur" hat sich in Train eine Theatergruppe gegründet. Elf Frauen und drei Männer trugen sich beim Informationsabend des Arbeitskreises in die Liste ein, und die meisten von ihnen gaben sogar als Wunsch an, auf der Bühne schauspielern zu wollen. Aber auch Tätigkeiten wie Nähen, Schminken und Bühnenaufbau standen in der Liste. Peter Orwat vom Agenda-Arbeitskreis wies auf den Männermangel hin: "Gebraucht werden noch männliche Schauspieler, um eine notwendige gemischte Schauspielertruppe stellen zu können." Bis zum nächsten März haben männliche Schauspielaspiranten noch Zeit die Reihen aufzufüllen. Dann nämlich, in der Fastenzeit, will die Gruppe, die sich den Namen "Trainer Theater Freunde" gab, ihr erstes Theaterstück auf die Bühne zaubern. Welches Stück gespielt wird steht noch nicht fest, aber viele Mitglieder der Gruppe favorisierten, mit einem Bauernstück zu starten. "Auf alle Fälle sollten wir Kinder miteinbeziehen", forderte Petra Zeilhofer. Ein Einakter der Kinder könnte dem ersten Auftritt der Gruppe vorausgehen. Auch eine Regiesseurin hat der Kreis mit Angelika Wittmann bereits gefunden. Sie kann auf sechs Jahre Erfahrung als Regiesseurin und Schauspielerin in ihrem früheren Wohnort Erding zurückgreifen. "Wir haben eine hochmotivierte Truppe, da läßt sich etwas machen", beurteilte sie die Gruppe. Für die Auftritte einer Theatergruppe bietet sich die 1996 fertiggestellte Trainer Mehrzweckhalle an. Podium und Sitzreihen wären vorhanden, die Bühnenbilder und der Bühnenaufbau müssen von der Gruppe noch geschaffen werden. Noch nicht gelöst ist die Frage der Vorfinanzierung dieser notwendigen Maßnahmen. Die Gruppe würde sich freuen, wenn dann noch weitere Theaterbegeisterte zu ihr stoßen würden.

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