Bürgermeister Roßbauer steckt bei Bürgerversammlung weitere ehrgeizige Ziele ab

Wildenberg bleibt schuldenfrei

Rennwegfeld Wildenberg BaufortschrittWinfried Roßbauer

Am Rennwegfeld steht das Mischgebiet kurz vor der Fertigstellung. Foto: Winfried Roßbauer

Wildenberg. (red) Im Rahmen der jüngsten Bürgerversammlung freute sich Bürgermeister Winfried Roßbauer, den Bürgern nach zwei Jahren Corona-Pandemie erstmals wieder persönlich auf einer Versammlung Rede und Antwort stehen zu können. Er bedankte sich bei den Fragestellern, deren Eingaben er, wie er sagte, gerne und ausführlich beantworten werde. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass man noch viele ehrgeizige Ziele vor sich habe und die Mandatsträger immer wieder auf Neuentwicklungen und kurzfristige Herausforderungen reagieren müssen.

 

Was er während des Lockdowns vermisst habe, so Roßbauer, sei der direkte Kontakt mit den Bürgern, da die Corona-Pandemie die politische Arbeit vor Ort erheblich erschwert und das gesellschaftliche Zusammenspiel in großen Teilen verhindert habe. Als Bürgermeister wünsche er sich nun für die nächsten Jahre finanzielle Sicherheit für die Kommune und den Erhalt bzw. die Ausdehnung einer flächendeckenden Gesundheits- und Pflegeversorgung.

 

Dorfzentrum mit Leben füllen

 

or allem will er nach eigener Aussage das Zentrum des Dorfes mit Leben erfüllen. In seinem Rechenschaftsbericht über die Haushaltsjahre 2020 und 2021 aus der Gemeinde erläuterte der Bürgermeister die entsprechenden Zahlen. Dabei dankte er vor allen Dingen den beiden Kindergartenleitungen Michaela Müller und Anke Schreiber mitsamt ihren Teams und dem Elternbeirat des Kindergartens für die Unterstützung auch in den schwierigen Zeiten der Pandemie. Dass die Gemeinde für die Nachmittagsbetreuung des Kindergartens separat Geld aufgewendet habe, sei eine Ausgabe, die sich für die Kinder letztendlich lohne.

 

Der Schulbetrieb in der Gemeinde Wildenberg sei, so der Bürgermeister, selbstverständlich auch ein Kostenblock. Für den gesamten Schulbetrieb habe man natürlich Aufwendungen, die der Gemeinde bleiben. Man habe aber auch 60 Grundschüler, die sich in der Grundschule in Pürkwang sehr wohl fühlen und für die man als Kommune Verantwortung trage.

 

Die Ausgaben für die Feuerwehren in der Gemeinde bezeichnete Roßbauer als „tragbar“, er dankte unter anderem der FFW Schweinbach dafür, dass dort das Feuerwehrhaus in Eigenregie umgebaut wurde und man damit der Gemeinde viel Geld gespart habe.

 

Auf die Bevölkerungsentwicklung in Wildenberg und Pürkwang eingehend machte der Bürgermeister deutlich, dass die Einwohnerzahl langsam, aber stetig steige. Man habe zwischenzeitlich über 1 400 Einwohner mit Erstwohnsitz in der Gemeinde. Großen Wert werde man in den nächsten Jahren darauf legen müssen, die Straßen im Dorf in einem annehmbaren Zustand zu halten. Im Jahr 2021 wurden dafür gut 190 000 Euro aufgewendet.

 

Auf die Turnhalle eingehend betonte Roßbauer, dass diese den Sportbegeisterten und vor allem den Schulkindern wieder zur Verfügung stehe. Es herrsche dort wieder normaler Sportbetrieb, zusätzlich würde der Förderverein Kindergarten und Grundschule Pürkwang mit seinem Testzentrum dort untergebracht. Der Dank des Rathauschefs ging diesbezüglich an den Förderverein, der Wildenberg durch sein Testzentrum weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt gemacht habe. Insgesamt habe man 28 724 Euro in die Turnhalle investiert. Auch die gemeindlichen Sportanlagen verursachen Kosten, 11 123 Euro wurden dem Bericht zufolge dafür aufgewendet.

 

Roßbauer dankte seinen beiden Stellvertretern und dem gesamten Gemeinderat für die Zusammenarbeit, die trotz so mancher Diskussion zu bestimmtem Themen letztendlich zu einem guten Ziel geführt habe. Sein Dank ging auch an die Regierung von Niederbayern, das Staatliche Straßenbauamt, das Landratsamt Kelheim und alle Angestellten der Verwaltungsgemeinschaft Siegenburg, welche mit viel Engagement, Offenheit und Zuversicht tätig waren.

 

Was steht in absehbarer Zukunft weiter an?

 

Wie der Bürgermeister betonte, laufe derzeit die Erschließung des Mischgebietes „Rennwegfeld“ am Ortsausgang von Pürkwang. Vor einigen Wochen begannen die Baumaßnahmen in der Sonnenstraße, dort gibt es eine neue Kanalisation im Trennsystem und dann eine neue Teerdecke. Die Anlieger dort hätten schon signalisiert, dass sie schnellstmöglich Schmutz- und Regenwasser getrennt in die Kanäle einleiten werden, wofür der Bürgermeister herzlichen Dank sagte.

 

Quelle: Dieser Artikel stammt aus der Hallertauer Zeitung vom 03.06.2022.